Schreibwettbewerb für Jugendliche 2020 / 2021

Literaturwettbewerb 2021 für Jugendliche der vhs Vaterstetten/ Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg

Und hier sind die Gewinner des Wettbewerbs mit dem Thema: „Grenzerfahrungen: Wenn plötzlich alles anders ist“

Altersgruppe A (13-15 Jahre)

1. Preis: „Der letzte Tag“ von Amelie Niederbäumer
2. Preis: „Frei“ von Emilia Sack
3. Preis: „Die Hofhexe und die Prinzessin“ von Helena Steiner

Altersgruppe B (16-18 Jahre)

1. Preis: „Millenia“ von Julian Gräml
2. Preis: „In Ollies Welt“ von Karlotta Hohmann
3. Preis: „Was uns bleibt, sind nur wir“ von Anna Sterz

Aus über 100 Einsendungen – ein Rekord! – hat die Jury unter Leitung von Jugendbuchautorin Juliane Breinl bei unserem Schreibwettbewerb 2021 für Jugendliche nun die Preisträgerinnen und Preisträger bestimmt. Das Thema „Grenzerfahrungen: Wenn plötzlich alles anders ist“ hatte an die Erfahrungen der Corona-Pandemie angeknüpft, aber auch genug Raum gelassen für Geschichten über andere gesellschaftliche oder persönliche Umwälzungen.

Entsprechend groß war die Bandbreite: Manche Texte schilderten packend ein dramatisches Ereignis, andere hatten originelle Figuren und Handlungen, und viele haben die Jury bewegt oder nachdenklich gemacht, weil sie zeigten, wie die Jugend die Corona-Pandemie erlebt und welche anderen Erfahrungen oder Gedanken sie beschäftigen.

In beiden Alterskategorien dürfen sich insgesamt fünf Mädchen und ein Junge über einen Scheck des Sponsors, nämlich der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg freuen. Die Verleihung mit Lesung ist für September geplant. Schon jetzt sind die prämierten Geschichten hier auf unserer Website zu entdecken. Der erste Preis geht jeweils an Beiträge, die auf den wenigen erlaubten Seiten sogar Zeitenwenden der Menschheit darstellen! Die anderen vier prämierten Geschichten hingegen erzählen, wie ihre Figuren an einen Wendepunkt ihres eigenen Lebens gelangen.

Die nachfolgenden Geschichten, die direkt von Corona handeln, spiegeln insbesondere wieder, wie die Jugend die Zeit seit März 2020 erlebt hat und welche Gefühle und Gedanken sie in ihnen geweckt hat. Um davon einen Einblick zu geben, veröffentlichen wir ausgewählte „Pandemie-Geschichten“ hier als Sonderrubrik.

Sonderrubrik „Pandemiegeschichten“

„Blick hinter die Fassade“ von Paulina Peter
„Pfötchens Entdeckung“ von Enna Luisa Buschner
„Die schrecklichen Folgen des Halitsch Moleküls“ von Lena Pfanzelt
„Grenze erfahren“ von Amelie Frikell

Hier erfahrt ihr noch mehr:

https://www.vhs-vaterstetten.de/service/literaturwettbewerb

 

Bewertungskriterien Kurzgeschichten_2020

Liebe Literatur Wettbewerbs-TeilnehmerInnen!

Ich wünsche mir ein Gesetz, in dem steht, dass alle Entscheidungsträger des Staates regelmäßig Geschichten lesen müssten, die von Kindern und Jugendlichen geschrieben werden. Natürlich zu allen möglichen Themen und auch nicht zu lang, weil sie so am schnellsten wirken. Das würde die Welt verändern – da bin ich mir sicher! Denn euren Geschichten wohnt eine Kraft inne, die sich nicht messen und auswerten lässt, aber der sich niemand entziehen kann, weil sie die Sprache des Herzens spricht. Wer davon berührt wird, der trifft danach seine Entscheidungen nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen.
Wenn es nur nach meinem Herzen ginge, würde ich jedem von euch einen Preis geben wollen. Denn jede der Geschichten, die ich lesen durfte, war für mich ein besonderes Geschenk, das mich während des Auspackens auf seine ganz eigene Weise überrascht hat und weiter in mir wirkt mit dieser besonderen Power. Es hat mich tief beeindruckt, wie berührend, fantastisch, sprachgewaltig, tiefgängig, witzig, erschütternd, reif, heiter, verspielt, stimmungsvoll, leidenschaftlich, intelligent, mutig, feinsinnig, liebevoll, weise … all eure Geschichten sind. Ganz herzlichen Dank dafür und ich wünsche mir und euch, dass ihr weiterschreibt, auch wenn ihr vielleicht nicht unter den Gewinnern seid. Im Tun selbst liegt der größte Gewinn, denn dieses Tun erfüllt und bereichert uns, lässt uns wachsen. Erfolge durch das Tun, das sind die Sahnehäubchen, die das Tun verzieren und das ist etwas Tolles, aber das ist nicht die Hauptsache. Ja oft sogar bringen uns Misserfolge noch viel weiter, als Erfolge. Da spreche ich aus eigener Erfahrung!
Für alle, die interessiert, wie der Entscheidungsprozess ausgesehen und welcher Kriterien sich die Jury nun aber bedient hat, um eine Wahl zu treffen, wer von euch für seine Geschichte nun ein Sahnehäubchen bekommt, der kann das hier erfahren. Denn natürlich zählt bei der Kunst des Schreibens nicht nur Talent und Herzblut, sondern, genau wie z.B. beim Erlernen eines Musikinstruments, gibt es auch Techniken, die man erlernen kann und durch beständiges Üben immer mehr vervollkommnet.
Herzliche Grüße, bleibt gesund und vielleicht liest man sich wieder beim nächsten Wettbewerb?
Das würde mich sehr freuen!
Eure Juliane Breinl (Kinder – und Jugendbuchautorin)

Ein neuer Schreibwettbewerb für 2022 für Jugendliche, die in und im Umland von München leben, wird demnächst ausgeschrieben.